Innenstädte als rechte Projektionsflächen: Gespräch mit Bernd Belina &
Sonja Gaedicke
Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr
Auftaktveranstaltung anlässlich der KI-gestützten Kameraüberwachung des
Bahnhofsviertels. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wird die Funktion
der Trope des „Problemviertels" in rechten Diskursstrategien, aber auch
bürgerlichen Öffentlichkeiten diskutiert und in einen Zusammenhang mit
Überwachungsfantasien gestellt.
Bernd Belina ist Humangeograph und hat sich in seiner Arbeit u.a.
intensiv mit staatlicher Überwachung städtischer Räume sowie deren
ideologischer Rechtfertigung auseinandergesetzt.
Sonja Gaedicke ist Soziologin und forscht u.a. im Bereich feministischer
Stadt- und Raumsoziologie. Dieses Jahr ist Urbane Angsträume erschienen,
eine überarbeitete Fassung ihrer Dissertationsschrift, die sich mit der
diskursiven Konstruktion öffentlicher „Angsträume" beschäftigt.
Weitere Informationen:
https://synnika.space/events/innenstaedte-als-autoritaere-projektionsflaech…
Kontakt für Presseinformationen: Max José Dreysse Passos De Carvalho,
+49 176 856 023 75
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Herzliche Einladung zur Eröffnung von:
Farewell Far-Right – Ausstellung von Avery Gia Sophie Schramm
24. Oktober – 15. November
Vernissage: 24. Oktober, 19 Uhr
(Information in English language via website link below)
Avery Gia Sophie Schramm (geboren 1983 in Potsdam) setzt sich
künstlerisch mit den Erscheinungsformen und Strategien der Neuen Rechten
auseinander. Durch die geschickte Verwendung von Stilmitteln aus Meme-
und Remixkultur treten in ihren* Werken die alltäglichen, oftmals
banalen Erscheinungs- und Rezeptionsformen rechter Medienausdrücke
hervor.
Das Farewell (dt. Abschied) im Titel der Ausstellung ist als doppelte
Geste gemeint – als Abschied von Frankfurt und als Absage an
rechtsradikale Ideologien. Synnika freut sich, Avery Gia Sophie Schramms
erste Einzelausstellung in Frankfurt zu präsentieren, bevor sie* die
Stadt verlässt, um eine feste Lehrtätigkeit an der Kunstakademie
Stuttgart aufzunehmen.
Avery Gia Sophie Schramm lebt und arbeitet zwischen Frankfurt am Main
Main und Stuttgart. Schramm studierte an der Kunsthochschule
Berlin-Weißensee unter Prof. Antje Majewski und Prof. Friederike
Feldmann. 2015 schloss Schramm dort ihr* Meisterschüler*in-Studium bei
Prof. Else Gabriel ab. Schramm unterrichtete Freie Kunst und Malerei an
der HfG Offenbach, JLU Gießen, Muthesius Kunsthochschule Kiel und nun an
der ABK Stuttgart. Ihre* Arbeiten wurden u.a. in der Kunsthalle Bozen
(I), Studio Trenkel Rotterdam (N), Maus Hábitos Porto (P), in den
Kunstvereinen der Städte Ahlen, Gießen und Aachen, der Kunsthalle
Darmstadt, den Kunstmuseen Erfurt und im Kindl – Zentrum für
zeitgenössische Kunst in Berlin gezeigt.
Weitere Informationen: https://synnika.space/events/farewell-far-right
Öffnungszeiten: Jeden Freitag, 15-19 Uhr und mit Terminvereinbarung
Kontakt für Presseinformationen: Naomi Rado, +49 163 209 11 77
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
es ergeht herzliche Einladung zu unserer kommenden Synnika-Eröffnung im
Frankfurter Bahnhofsviertel: "Villa Rom*nja - eine Bedarfsplanung" mit
Beiträgen von Förderverein Roma e.V., Ursula Schmidt Palmer und
social.form
Ausstellungszeit: 18.06. - 17.10.2025
Eröffnung: 18.06. 18:00
Synnika, Niddastraße 57,
60329 Frankfurt am Main
www.synnika.space
hello(a)synnika.space
+49 156 783 939 73
Pressekontakt: Jeronimo Voss
Pressemitteilung (PDF mit Bildmaterial siehe Anhang)
Villa Rom*nja handelt von den Lebensrealitäten und Wohnbedarfen von
Rom*nja in Frankfurt am Main. Viele Rom*nja leben noch immer unter
prekären Bedingungen: in zu kleinen Wohnungen, in überfüllten
Notunterkünften, viele ohne festen Wohnsitz und ohne öffentliche
Sichtbarkeit. Dieses Projekt will nicht nur Aufmerksamkeit schaffen,
sondern auch Raum für Begegnung und eine gemeinsame Entwicklung von
Perspektiven.
Seit Gründung im Juni 2019 arbeitet Synnika in unterschiedlichen
Veranstaltungen mit dem Förderverein Roma e. V. zusammen, dessen
Sozialberatung sich in unserer direkten Nachbarschaft im Erdgeschoss des
Hausprojekts NiKa befindet. Wir diskutierten gemeinsam über die
Arbeitsverhältnisse im Frankfurter Bauboom, die Geschichte der
Verfolgung von Roma in Deutschland sowie die heutige Lebens- und
Wohnsituation in Frankfurt am Main.
In Kooperation mit dem Förderverein Roma e.V., der Filmemacherin Ursula
Schmidt Pallmer und dem Architekturbüro social.form ist nun ein
Ausstellungsprojekt im Synnika entstanden, das diesen Prozess in eine
erste wohnpolitische Bedarfsplanung übersetzt. Ursula Schmidt-Pallmer
arbeitete bereits in verschiedenen Filmprojekten mit Romnja aus der
Frankfurter Community zusammen. Ihre Interviews für das Projekt Villa
Rom*nja zeigen Menschen mit unterschiedlichen Wohnbedürfnissen. Manche
haben große Familien und wünschen sich entsprechend große Wohnungen,
andere wünschen sich gestaltbare Aussenflächen für urbane Landwirtschaft
und ein Leben mit Haus- und Nutztieren, manche träumen von ganzen
Stadtvierteln mit speziellen Einkaufsmöglichkeiten, Kirche und
Gemeindezentrum. Allen geäußerten Wünschen ist gemeinsam, dass sie sich
nicht grundlegend von dem unterscheiden, was ein Großteil der Menschen
sich für ihr Leben erhoffen: eine verlässliche, gestaltbare Wohnform,
die Sicherheit, soziale Teilhabe und ein Gefühl von Zugehörigkeit
ermöglicht. Die Architekt*innen von social.form wurden beauftragt, für
die in den Interviews geäußerten Ideen eine Bildsprache zu finden, die
diese Bedarfe in eine erste Planung übersetzt. social.form nutzen dafür
bewusst die gleichen Werkzeuge, die derzeit auch für die Bauprojekte der
Mehrheitsgesellschaft Anwendung finden: Computergestützte Modelle,
Animationen, KI-generierte Grafiken von Innen- und Außenräumen –
Entwürfe, die im Synnika als Kamerafahrten neben den Interviews auch in
einem Postkartenständer zu finden sind. Wir wollen mit diesem Projekt
betonen, was auch in den Interviews deutlich wird, dass die Bedürfnisse
von Roma jederzeit mit den Mitteln, die dem (Sozialen) Wohnungsbau zur
Verfügung stehen, realisiert werden könnten. Im Laufe des Projektes
wurde schnell klar, dass es hier nicht um ein einzelnes Gebäude für eine
homogene soziale Gruppe geht, sondern vielmehr um eine Nachbarschaft
gemischter Wohnbedürfnisse. Diese sind der genannten
Mehrheitsgesellschaft nicht fremd, im Gegenteil, sie sind weitgehend
deckungsgleich mit wohnungspolitischen Anforderungen, besonders mit
Blick auf familien- und altersgerechte Wohngrundrisse und den Ausbau von
Gemeinschaftsflächen. Die Postkarten können an Menschen verschickt
werden, die möglicherweise eigene Bedürfnisse in den Bildern
wiederfinden oder einfach einen Beitrag zur Realisierung der Bauentwürfe
für Rom*nja leisten können. Für die weiteren Schritte nach dieser
Bedarfsplanung braucht es vor allem politischen Druck. Daran arbeitet
der Förderverein Roma e.V. bereits seit Jahrzehnten. Der erste Vorschlag
für ein Haus für Roma in Frankfurt wurde bereits in den 1990er Jahren
vorgebracht, seitdem hat der Förderverein das Thema immer wieder auf die
Agenda gesetzt - ursprünglich in Form einer Forderung nach einem
Kulturzentrum für die Community, danach ging es immer mehr um Wohnraum
für besonders prekär untergebrachte Menschen. Das Projekt Villa Rom*nja
ist ein solidarischer Beitrag zu diesem Prozess, der darauf abzielt, die
politischen Rahmenbedingungen auf reale Bedürfnisse auszurichten, was
die Lebensbedingungen aller Menschen grundlegend verbessern würde, auch
außerhalb der Rom*nja Community.
Kooperationspartner*innen:
Seit über 30 Jahren engagiert sich der Förderverein Roma e.V. in
Frankfurt am Main für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe
von Rom*nja und Sintizza. Kern seiner Arbeit ist die allgemeine
Sozialberatung zu Themen wie Gesundheitsversorgung, Diskriminierung,
Aufenthaltsrecht und Bildung. Der Verein betreibt die Kindertagesstätte
„Schaworalle“ und ist in der ambulanten Jugendhilfe aktiv. Zudem bietet
er Projekte zur beruflichen Qualifizierung für jugendliche und
erwachsene Rom*nja an. Darüber hinaus organisiert der Förderverein
kulturelle Veranstaltungen und setzt sich für interkulturelle
Begegnungen sowie gegen jede Form von Rassismus gegenüber Romnja und
Sintizza ein.
https://www.foerdervereinroma.de
Ursula Schmidt-Pallmer lebt und arbeitet seit 2003 als Filmemacherin in
Frankfurt am Main.
Seit ihrem Diplom in Kulturwissenschaften und ästhetischer Praxis mit
Schwerpunkt Film an der Universität Hildesheim entwickelt sie ihre
filmische Praxis kontinuierlich weiter. Dabei ist es ihr stets wichtig,
vertrauensvolle Räume zu schaffen, in denen Menschen sich öffnen können
und ermutigt werden, ihre Perspektiven selbstbewusst zu teilen.
Dokumentarisch arbeitet sie bevorzugt beobachtend und zurückhaltend, je
nach Projekt auch inszeniert und im Team. Seit 2009 vermittelt sie ihr
Wissen in Lehre und Workshops u. a. an der Frankfurt University of
Applied Sciences im Bereich Kultur und Medien. Ein feministischer und
intersektionaler Blick bildet das Fundament ihrer Arbeit.
https://www.ursulapallmer.net/index.html
social.form konzipiert und entwickelt soziokulturelle Projekte, entwirft
und plant Objekte, Räume und Gebäude, die Gemeinschaften tragen sollen,
und realisiert künstlerische Interventionen im urbanen Raum. social.form
arbeitet dabei vorwiegend in disziplinübergreifenden und diversen
Projektgemeinschaften und glaubt an Teilhabe und Kooperation, um
niedrigschwellige und offene Projekte mit einem hohen Grad an
Identifikation zu verwirklichen. social.form ist also immer dann der
oder die richtige Ansprechpartner:in, wenn es darum geht, mittels Raums
und Form Gesellschaft und Gemeinschaft zu verhandeln, zu stärken und zu
entwickeln und (trotzdem) eine ausdrucksstarke und prägnante Gestaltung
gefordert ist.
www.socialform.de
Synnika ist ein Kollektiv und ein experimenteller Raum für Praxis und
Theorie im Frankfurter Bahnhofsviertel. Synnika ist entstanden aus der
Auseinandersetzung mit den drastischen urbanen Entwicklungen der letzten
Jahre. Der Raum befindet sich im Erdgeschoss eines ehemaligen Büro- und
Geschäftsgebäudes an der Kreuzung Niddastraße und Karlstraße. Durch die
Initiative seiner Bewohner*innen wurde das Gebäude dauerhaft
kollektiviert und in das NIKA.haus umgewandelt, als ein integriertes
Projekt des überregionalen Mietshäuser Syndikats.
Auch wenn die urbanen Realitäten zunehmend für Isolation und
Vereinzelung stehen, werden sie gleichzeitig auf globaler Ebene immer
vergleichbarer und nähern sich an. Wir sind daher interessiert
Verbindungen mit Protagonist*innen aus unterschiedlichen Kontexten
herzustellen und visuelle Installationen, Workshops, Diskussionen und
andere Formate der Zusammenkunft auszurichten, die sich auf diese
gemeinsame Umwelt beziehen.
Villa Rom*nja wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt und Fonds
Soziokultur.
Mit freundlichen Grüßen,
Jeronimo Voss
für Synnika
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Liebe Synnika Freund*innen,
gerne möchten wir Sie auf eine kommende Veranstaltung im Rahmen des
Projektes Villa Romn*ja im Synnika hinweisen.
Datum: 07.05.2025
Uhrzeit: 18.00 Uhr
-english below-
"Zuhause ist, wo niemand dich hinauswerfen kann": Einige Überlegungen
zur ethnografischen Forschung mit rumänischen Roma
In diesem Vortrag wird Andreea Racles über die ethnografische Forschung
reflektieren, die sie mit Roma-Personen in einer nordöstlichen Stadt
Rumäniens durchgeführt hat. Der Fokus liegt auf den wohnungsbezogenen
Bedingungen, den Aspirationen und den Anstrengungen, die Roma –
hauptsächlich Frauen – investieren, um Zugehörigkeit in einem
sozialpolitischen Kontext zu verhandeln, der von anhaltendem anti-Roma
Rassismus geprägt ist. Im Hinblick auf ein sozio-kulturelles Umfeld, in
dem das eigene Haus als eine Verwirklichung der eigenen Würde und
sozialer Anerkennung angesehen wird, wird darauf verwiesen, wie
Haushaltsgegenstände und die Wohnung eine Rolle in den Narrativen der
Selbstidentifizierung spielen.
Als ausgebildete Sozialanthropologin und promovierte Soziologin hat
Andreea Racleș an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie der
Goethe-Universität Frankfurt geforscht und unterrichtet. Sie hat zur
materiellen Kultur des Alltags geforscht und insbesondere auf Grundlage
ihrer ethnografischen Studien mit rumänischen Roma veröffentlicht. Im
Rahmen ihrer aktuellen Tätigkeit bei DaMigra e.V. setzt sie sich für die
Rechte und Interessen von Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung
ein. Sie ist Mitherausgeberin einer Sonderausgabe zu Intersektionalität
in der interpretativen Sozialforschung, die in diesem Jahr erscheinen
wird. Außerdem ist sie Mitglied im Beirat der Zeitschrift JEMIE (Journal
of Ethnopolitics and Minority Issues in Europe).
"Home is Where Nobody Can Throw You Out": A Few Reflections on
Ethnographic Research with Romanian Roma
In this talk, Andreea Racles will reflect on the ethnographic research
she conducted with Roma individuals in a northeastern Romanian town. The
focus will be on the housing-related conditions, aspirations of and
efforts invested by Roma people—mainly women—in negotiating belonging in
a socio-political context shaped by persistent anti-Roma racism.
Referring to asocio-cultural setting in which one’s house is regarded as
a materialization of dignity and deservingness, she will explore how
domestic objects and the inhabited space play a role in
self-identification narratives.
Das Projekt wird gefördert vom Fonds Soziokultur und dem Kulturamt
Frankfurt.
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Heute Abend eröffnen wir ab 19 Uhr unsere neue Ausstellung »Die
entwendete Situation. Enthüllungen aus dem Kabinett des Doctor Z.«. Nach
der Eöffnung geht Synnika für 3 Wochen bis zum 10. August in
Sommerpause. Die Ausstellung ist dann bis zum 6.9. zu sehen:
Zassi, Claude Thomas Cazaré, hat ab Anfang der 1980er Jahre mit
Flugschriften, Sprühaktionen, dadaistischen Wort- und Bildmontagen,
Aufrufen und Plakaten versucht, die Absurditäten und Widersprüche des
gesellschaftlichen Status quo zu entlarven. Seine
gesellschaftskritischen Provokationen und Interventionen zwischen
epischer Kaprize und flüchtiger Subversivität waren bewusst konfrontativ
und hinterließen oft ein zwiespältiges und mehrdeutiges Gefühl bei
seinem Publikum
und bei ihm selbst.
Am 29. Juni 2020 ist er im Alter von 54 Jahren unerwartet gestorben.
Die Ausstellung zeigt Fragmente aus der Geschichte seiner Aneignung:
Zassis Lebenskunst und Aktionswerk zwischen Rüsselsheim, Frankfurt am
Main,
Berlin und Ko Pha-ngan (Thailand).
»Filosofische Gespraeche am spaeten Nachmittag mit meiner
Sprachlehrerin. Paradies? Was ist das? Ein Gedanke? Ein Versprechen? Ich
weiss keine Antwort. Sie gibt mir einen Hinweis. Sie gibt mir die
Richtung. ›Paradise is just a moment!‹ Als ich das sage, waere ich ihr
am liebsten um den Hals gefallen und haette ihr einen Kuss gegeben.
Vielleicht waren diese Worte mein Kuss.«
Claude Cazaré, Reisetagebuch 2005/2006
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
es ergeht herzliche Einladung zu unserer kommenden Eröffnung im Synnika
im Frankfurter Bahnhofsviertel: "Convergence des Temps 时空伴随 [1]", von 44
Monthly mit den Künstler*innen Gong Yi, Wan Qing und Chen Yifei,
am 26.04.2024, um 18:00, gefolgt von einem Vortrag und einem
Film-Screening.
Vortrag: 18:30 - 19:30, Wu Qin & Chen Yifei. Einführung in den
Hintergrund und die Arbeitsmethoden von 44 Monthly sowie einige
transnationale Kuriositäten über die sozialen Bewegungen des frühen 20.
Jahrhunderts in China.
Screening: 19:30 - 20:30 Three Giant Salamanders in the Basement, 2023,
Regie: Wan Qing | 49 Minuten
Ausstellungszeit: 26.04. - 15.05.2024
44 Monthly ist eine kollektive Zeitschrift, die Anfang 2020 während der
Corona-Pandemie in Süd-China entstanden ist. Seitdem wurden 10 Ausgaben
veröffentlicht. Die Mitwirkenden beteiligen sich an einem
experimentellen Arbeitsablauf, zunächst online bis weitere Formen und
Materialien hinzukommen. Die Ausstellung der jüngsten Aktivitäten und
Publikationen von 44 Monthly im Synnika wird eine neue Ausgabe
hervorbringen, die Ende 2024 im HBStation Contemporary Art Research
Center in Guangzhou (CHN) und in Frankfurt (Main) veröffentlicht wird.
„Convergence des Temps" bezieht sich auf interkontinentale Einflüsse
innerhalb der sozial-revolutionären Bewegungen in China zu Beginn des
20. Jahrhunderts. Der Ausstellungstitel steht auch für die sozialen
Formen von Ansteckung, die die Produktion und Verbreitung von 44 Monthly
während der Corona-Krise verstärkte, als die Konvergenz von Zeit und Ort
zu einem medizinischen und polizeilichen Grund für soziale Distanzierung
wurde. Während der Lockdown-Maßnahmen wurde die Zeitschrift zu einer
dynamischen Form kollektiver Praxis und Interaktion, die es den in
verschiedenen Städten, vor allem im Süden Chinas (z. B. Guangzhou,
Shanghai, Kunming und Hongkong), lebenden Teilnehmer*innen ermöglichte,
sich jenseits des Lockdowns zu vernetzen. Die verschiedenen Ausgaben des
Magazins rekonstruieren eine lokale und transnationale Geschichte
radikaler Theorie und Praxis, die sich zum Beispiel auf die so genannte
Pariser Gruppe beziehen, oder die Zeitschrift Tianyi Bao (übersetzt:
Natürliche Gerechtigkeit, veröffentlicht in Tokio), oder die erste
Tofu-Fabrik in Frankreich, die von chinesischen Anarchist*innen
gegründet wurde - diese Initiativen aus dem frühen 20. Jahrhundert
realisierten einen transnationalen Austausch auch durch die Übersetzung
von Pamphleten, Briefen, Artikeln und Büchern revolutionärer Autor*innen
wie He Zhen, Ba Jin, Liu Shifu, Li Shizeng, Emma Goldman, Élisée Reclus,
Kropotkin, Marx und vielen anderen. Die Überschneidung dieser Zeit mit
der unseren ist bezeichnend: In den letzten Jahrzehnten verlagerten die
westlichen Zentren der globalen Wirtschaft zentrale Infrastrukturen in
Regionen wie das Perlflussdelta, das sich in der Gegenwart zum größten
urbanen Industriegebiet der Welt, mit Guangzhou als Haupthafenstadt,
entwickelt hat. Unterstützt durch HBStation Contemporary Art Research
Center in Guangzhou werden 44 Monthly und Synnika über diese
ökonomischen Beziehungen hinaus gemeinsame Konzepte und Methoden
entwickeln, um neue Veröffentlichungen zu realisieren.
44 Monthly ist eine Erweiterung von Theater 44 und hat sich aus einer
gemeinsamen Erfahrung mit COVID-19 im Süden Chinas entwickelt. Theater
44 ist seit 2016 als kollaborative Plattform mit Teilnehmern aus der
ganzen Welt aktiv. Kuratoren, Künstler, Filmemacher, Forscher,
Journalisten, Aktivisten und Musiker bilden das Theater 44, und jedes
Projekt bringt unterschiedliche Konstellationen zusammen. Anfang 2020
rief das Theater 44-Kollektiv das Publikationsprojekt 44 Monthly ins
Leben, ein Gemeinschaftsexperiment im Selbstverlag, bei dem
Einzelpersonen, die sich in Quarantäne befanden, online zusammenkamen
und durch gemeinsame Schreib-, Redaktions- und Gestaltungsprojekte
temporäre Gemeinschaften bildeten. Bis heute hat 44 Monthly 9
Publikationen, 4 Kurzfilme, 1 Hörspiel und zwei multimediale
Rauminstallationen veröffentlicht. Nach dem Lockdown unternahmen die
Mitglieder Exkursionen in Städte wie Sanya, Yangjiang und Shanghai, die
zu weiteren gemeinsamen Projekten führten. 44 Monthly erprobt
interdependente Gestaltung und reagiert auf soziale Fragen durch
ethische Organisation und Alltagspraxis.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Bei Rückfragen stehe ich gern zur
Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Jeronimo Voss
für Synnika
--
www.synnika.space [2]
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Links:
------
[1] https://synnika.space/events/convergence-des-temps-shikongbansui
[2] http://www.synnika.space
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email möchten wir Sie auf die
Performance und Ausstellung von Yumo & Ziwei am 14. April um 18:00h
aufmerksam machen. Nach der erfolgreichen Performance "Chinoserie Grand
Gay Wedding" in Kooperation mit Queer Squad Ffm, begrüßen wir das
Performance-Duo nun zu ihrer zweiten Veranstaltung im Synnika. "Little
Green House of Chinoise", feierte bereits auf den Pornydays Kunst und
Film Festival in Zürich Premiere. Im Anschluss an die Performance wird
es bis zum 21. April eine installative Ausstellung geben. Informationen
zu den Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.
Mit freundlichen Grüßen,
Naomi Rado
für Synnika e.V.
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email möchten wir Sie auf
unsere Lesung mit Achim Szepanski am 28. März um 20:00h aufmerksam
machen. Der Frankfurter Autor, Theoretiker und Gründer des Musiklabels
Force Inc. / Mille Plateaux liest aus seinen zuletzt erschienenen
Büchern »Die Ekstase der Spekulation – Kapitalismus im Zeitalter der
Katastrophe« (Galerie der abseitigen Künste/ NON.Derivate, Hamburg 2023)
und »In the Delirium of the Simulation – Baudrillard Revisited«
(becoming.press, Berlin 2024).
Achim Szepanski initiierte das international bekannte Netzwerk um die
Labels Force Inc., Mille Plateaux, Position Chrome, Communism Records
uvm., das die Entwicklung der elektronischen Musik von Frankfurt aus
mitgeprägte. Im Jahr 2012 veröffentlichte er die Romane »Saal 6« und
»Pole Position«. Danach mehrere Bücher zur Theorie des Marxismus im
Laika-Verlag. Sein Buch »Kapital und Macht im 21. Jahrhundert« (2018,
Laika-Verlag) erschien zuletzt in englischer und chinesischer
Übersetzung. Er betreibt die Online- Plattform NON (non.copyriot.com)
für Biopolitics, EconoFiction, GenericScience, Mashines, Necropolitics,
NonMusic & PhiloFiction.
Bildmaterial zur Verwendung kann unter folgendem Link heruntergeladen
werden:
https://cloud.synnika.space/index.php/s/nAadHDao7cmG3MA
Pressekontakt:
Martin Stiehl
01577 1912383
hello(a)synnika.space
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email möchten wir Sie auf
unsere kommende Austellung MOONSTROUS DIMECARPET von Aaron Nora
Kappenbergers, Selina Hammer und Nadine Wagner aufmerksam machen. Die
Künstler*innen untersuchen das Monströse von "Völkerschauen" bis
Satrkult mit einem Verschnitt aus Zirkus, Metzgerei, Social
Media-Filtern und Hollywood und entwickeln anhand der Fragen der
Blickachsen und deren Machtimplikationen ein emanzipatives
Gegennarrativ.
Die Eröffnung findet statt am Samstag, den 6. Januar 2024 um 18:00 und
ist bis zum bis 23. März 2024 zu sehen.
Bildmaterial zur Verwendung kann unter folgendem Link heruntergeladen
werden:
https://cloud.synnika.space/index.php/s/tfc2nTG3FbxgH9H
Pressekontakt:
Nadine Wagner
0177 2486940
nad.wagner(a)icloud.com
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email möchten wir Sie auf den
Vortrag der multidisziplinäre Artivistin,
Kuratorin, Mentorin und Gründerin/Leiterin der perfocraZe International
Artist Residency (pIAR) in Ghana, Va-Bene Elikem Fiatsi
im Synnika hinweisen. Der Vortrag wird auf die Verfolgung der
LGBTQIA+-Gemeinschaft in Ghana und die unmittelbare Bedrohung für
pIAR durch das vorgeschlagene Anti-LGBTQIA+-Gesetz eingehen.
Er findet statt im Rahmen der Finissage der von Va-Bene Elikem Fiatsi
zusammen mit Vanessa Amoah Opoku kuratierten Ausstellung 'ɔsa nti'
Because of War – Healing and Resilience Back Home statt, die sich mit
den Perspekticen queerer Künstler*innen und deren Unterstützer*innen in
Ghana und der Diaspora beschäftigt.
Bildmaterial zur Verwendung kann unter folgendem Link heruntergeladen
werden:
https://cloud.synnika.space/index.php/s/bWXBsfj7zsNNeX7
Melanie Schreiber
Vorstandsmitglied Synnika e.V.
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.