Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
Synnika, der experimentelle Raum für Praxis und Theorie im Frankfurter
Bahnhofsviertel, freut sich die Gruppenausstellung 'ɔsa nti' Because of
War – Healing and Resilience Back Home zu eröffnen. Die von den
Künstlerinnen Va-Bene Elikem Fiatsi & Vanessa Amoah Opoku kuratierte
Gruppenschau zeigt vom 30. September bis 21. Dezember Arbeiten von
Adelaide Damoah, Kwasi Darko, Va-Bene Elikem Fiatsi, Enam Gbewonyo,
Impact Queer Photography Workshop und Angel Maxine. Die Ausstellung
bringt Positionen und Perspektiven queerer Künstler:innen und ihrer
Verbündeten zusammen, die in Ghana und der Diaspora leben und sich mit
der Realität religiös und politisch motivierter Gewalt und
Diskriminierung von LGBTQIA+ Personen in Ghana auseinandersetzen. Mit
Fokus auf die subkulturelle Szene, im Besonderen in Accra und Kumasi,
vermittelt 'ɔsa nti' eine Sichtbarkeit für queere Räume des Widerstands,
die durch Medien, Kunst, Mode und Musik geschaffen werden. Das 'ɔsa
nti'-Projekt entstand vor dem Hintergrund homo- und transphober Gewalt,
die sich gegenwärtig in einer Vielzahl afrikanischer Länder ausbreitet
und durch gerichtliche Beschlüsse bekräftigt und durchgesetzt wird.
Darunter fällt ebenfalls der Entwurf eines Anti-LGBTQIA+-Gesetzes in
Ghana, betitelt als "Human Sexual Rights and Family Values Bill", das im
Jahr 2021 vorgelegt wurde. Angesichts der aktuellen politischen Lage
führt der Entwurf bereits jetzt zur rigorosen Kriminalisierung queerer
Communities und ihrer Schutzräume.
Mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email möchten wir Sie auf die
Vernissage am Samstag, den 30. September 2023, um 20 Uhr aufmerksam
machen, sowie auf die Diskussionsveranstaltung mit der die Ausstellung
um 18 Uhr eröffnet. Beide Kuratorinnen werden zum Eröffnungsabend
anwesend sein.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Naomi Rado
für Synnika e.V.
--
www.synnika.space
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
Synnika, der experimentelle Raum für Praxis und Theorie im Frankfurter
Bahnhofsviertel, freut sich das Projekt "Gossip, Commérage, Klatsch,
Dedikoducu, Bârf˘a – Zuhören als urbane Strategie" des feminstischen
berliner Achitekturkollektivs fem_arc zu präsentieren.
Mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email möchten wir Sie auf die
Eröffnung am 30. Juni aufmerksam machen. In Zusammenarbeit mit
Initiativen und Gemeinschaften im Bahnhofsviertel bringt fem_arc
aktuelle Klatschgeschichten aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel ins
Schaufenster des Synnika e.V.. In Interviews und Workshops werden
marginalisierte Erzählungen gesammelt, aus denen die Verschneidungen
individueller Erfahrungen – geprägt durch u. a. soziales Geschlecht und
nicht-heteronormative Identitäten, rassistische Zuschreibungen oder
religiöse Zugehörigkeit, ökonomischer Status oder Diskriminierung
aufgrund von Behinderung – und deren Wechselwirkung mit dem Stadtraum
ablesbar werden.
Bildmaterial zur Verwendung und der Flyer zur Ausstellung können unter
folgendem Link heruntergeladen werden:
https://cloud.synnika.space/index.php/s/jL53s3PeemPzoCP (Bildrechte:
Duygu Atceken)
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Dominik Lux, +49 156 783 939 73
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Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
Synnika, der experimentelle Raum für Praxis und Theorie im Frankfurter
Bahnhofsviertel, freut sich das Projekt "Gossip, Commérage, Klatsch,
Dedikoducu, Bârf˘a – Zuhören als urbane Strategie" des feminstischen
berliner Achitekturkollektivs fem_arc zu präsentieren.
Mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email möchten wir Sie auf die
Eröffnung am 30. Juni aufmerksam machen. In Zusammenarbeit mit
Initiativen und Gemeinschaften im Bahnhofsviertel bringt fem_arc
aktuelle Klatschgeschichten aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel ins
Schaufenster des Synnika e.V.. In Interviews und Workshops werden
marginalisierte Erzählungen gesammelt, aus denen die Verschneidungen
individueller Erfahrungen – geprägt durch u. a. soziales Geschlecht und
nicht-heteronormative Identitäten, rassistische Zuschreibungen oder
religiöse Zugehörigkeit, ökonomischer Status oder Diskriminierung
aufgrund von Behinderung – und deren Wechselwirkung mit dem Stadtraum
ablesbar werden.
Bildmaterial zur Verwendung und der Flyer zur Ausstellung können unter
folgendem Link heruntergeladen werden:
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Duygu Atceken)
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
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Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Cordial invite to visit us for the long closing weekend at Synnika e.V.
Thursday, 25.5.: Barabend // Last Thursday, 8-11 pm
Friday, 26.5.: regular opening times 3-7 pm
Sunday, 28.5.: Talk&Walk, starting at 3 pm
Monday, 29.5.: Closing //Finissage, starting at 3 pm
BARABEND // LAST THURSDAY
25.5.2023, 8-11 pm
For all of those who haven’t had the chance to visit yet or just want to
have a cold drink while looking at the exhibition »Blurry Gazes« by Anna
Boldt & Mathias Weinfurter we are open from 8-11 pm on the last Thursday
before closing.
TALK & WALK with Naomi Rado
28.5.2023, 3 pm
Visit us on the Sunday before closing for a talk on hostile
architectures, borders, and chains in public space, after which Synnika
member Naomi Rado will guide a curatorial walk through the exhibition.
Get insights on how repressive infrastructures correlate to the current
exhibition »Blurry Gazes« by Anna Boldt & Mathias Weinfurter, and
Weinfurter's sculptural works as such. The talk will focus on the work
series »P.P.« featured in Weinfurter's recent publication ARCHIVE I, as
well as on examples of hostile architectures in public spaces.
Afterwards Naomi Rado will give background information about Synnika's
program theme for 2023 »BEYOND BARRACKS« and the work body shown in the
current exhibition »Blurry Gazes«.
CLOSING // FINISSAGE »BLURRY GAZES«
29.5.2023, 3 pm
The current exhibition »Blurry Gazes« by Anna Boldt & Mathias Weinfurter
comes to an end. Visit us for a last time on Monday, 29th of May,
opening at 3 pm. The artists will be present, and happy to answer
questions about their work.
»Blurry Gazes« follows the interdisciplinary research work of @anna &
@mathias, which the duo began in Colombia under the title "Miradas
Borrosas" in 2019 and continued in the context of their residency at the
NIROX Foundation (2022-23) in the Republic of South Africa. The central
exploration of the artistic research addresses questions of private and
public space, functions and mechanisms of security architectures, and
examines their relationship to social structures that produce poverty
and exploitation under the sign of capitalism. Like through a magnifier,
Blurry Gazes thus functions as a mediator that not only focuses on
individual lived realities, but aims at global comparability.
More info:
synnika.space/events/blurry-gazes
--
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Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
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Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Herzliche Einladung zum Presse-Opening:
Mit "Blurry Gazes" von Anna Boldt und Mathias Weinfurter eröffnet am
Freitag, den 14. April, die erste Ausstellung des
Synnika-Jahresprogramms "Beyond Barracks".
Presse-Eröffnung: Freitag, 14. April, 18:00
Vernissage: Freitag, 14. April, 19:00
Laufzeit: 14. April -29. Mai 2023
Die interdisziplinäre Recherchearbeit von Anna Boldt und Mathias
Weinfurter begann unter dem Titel "Miradas Borrosas" bereits 2019 in
Kolumbien und wurde im Rahmen ihrer Residency in der NIROX Foundation in
Südafrika (2022-23) fortgesetzt. Die zentrale Auseinandersetzung der
künstlerischen Recherche setzt an Fragen des privaten und öffentlichen
Raums, Funktionen und Mechanismen von Sicherheitsarchitekturen an und
untersucht deren Verhältnis zu gesellschaftlichen Strukturen, die im
Zeichen des Kapitalismus Armut und Ausbeutung produzieren. Wie unter
einem Brennglas fungiert "Blurry Gazes" so als Mediator, der nicht nur
individuelle Lebensrealitäten in den Fokus stellt, sondern auch auf
globale Vergleichbarkeit abzielt. Die Ausstellung bei Synnika zeigt in
Form einer Videoinstallation von Boldt und Weinfurter die Ergebnisse der
Recherche, die mit Fotografie, Film und Interviews umgesetzt wurden und
ergänzt sie kontextuell um eine bildhauerische Arbeit.
2019 realisierten Anna Boldt und Mathias Weinfurter in dem
kolumbianischen Dorf Ambalema das experimentelle Forschungs- und
Kunstprojekt "Miradas Borrosas" (dt. verschwommene Blicke).
Ausgangspunkt waren die Aufnahmen, die das Unternehmen Google sechs
Jahre zuvor vor Ort für seinen Online-Dienst Google Street View (GSV)
erstellt hatte. Bislang wussten die Bewohner:innen nichts von deren
Existenz und öffentlicher Zugänglichkeit. Das Dorf verfügt über keinen
fest installierten Internetzugang. Nach einer ausführlichen
Auseinandersetzung mit den Bewohner:innen über die Konfrontation mit den
Fotos, ihre Erfahrungen und Eindrücke, wurde vor Ort eine
partizipatorische Intervention und eine Performance realisiert. Die
Interventionen resultierten in einem Film, der ebenfalls als Teil der
Ausstellung bei Synnika zu sehen ist.
Während ihrer Residency in der NIROX Foundation von Dezember 2022 bis
Januar 2023 realisierten Boldt und Weinfurter "Blurry Gazes", um einen
Vergleich der Eindrücke zu ermöglichen. Ausgangspunkt waren wiederum die
Fotos, die zu verschiedenen Zeiten für GSV in der Umgebung von NIROX
aufgenommen wurden. Während des Aufenthalts recherchierte das Duo vor
Ort, traf sich mit den von GSV erfassten Personen und untersuchte die
ortsspezifischen Bedingungen der nahegelegenen (und doch wirtschaftlich
ungleichen) Gebiete Nietgedacht, Roodeport und Krugersdorp. Das Ergebnis
ist ein Porträt dieser jeweiligen Gemeinschaften, das ihrer
Online-Darstellung gegenübergestellt wird und eine Reihe von Fragen zu
Sichtbarkeit, Darstellung, Handlungsfähigkeit, Überwachung und Land in
Südafrika aufwirft.
Synnika ist ein Kollektiv und ein experimenteller Raum für Praxis und
Theorie im Frankfurter Bahnhofsviertel. Synnika entstand aus der
Auseinandersetzung mit den drastischen urbanen Entwicklungen der letzten
Jahre. Der Raum befindet sich im Erdgeschoss eines ehemaligen Büro- und
Geschäftsgebäudes an der Kreuzung Niddastraße und Karlstraße. Auch wenn
die urbanen Realitäten zunehmend für Isolation und Vereinzelung stehen,
werden sie gleichzeitig auf globaler Ebene immer vergleichbarer und
nähern sich an. Synnika ist interessiert Verbindungen mit
Protagonist*innen aus unterschiedlichen Kontexten herzustellen und
visuelle Installationen, Workshops, Diskussionen und andere Formate der
Zusammenkunft auszurichten, die sich auf diese gemeinsame Umwelt
beziehen.
Weitere Informationen: https://synnika.space/events/blurry-gazes
Die Pressemappe mit Bildmaterial folgt in Kürze auf Anfrage.
Kontakt: Naomi Rado, +49 163 209 11 77
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Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Cordial Invitation / Herzliche Einladung
- Deutsch siehe unten -
Opening: January 20th, 2023, 8 p.m.
Duration: until February 8, 2023
The latin word »stet« in correction language means »let it stand«. It is
a symbol used by proofreaders and typesetters to indicate that
previously marked changes must be ignored. Therefore a crossed out word
or phrase can remain like it was before being corrected.
The exhibition »stet - on patriarchy and typography« at Synnika displays
the newspaper of the same name by the independent graphic designer
Katharina Koch from Frankfurt am Main. Trained at Mainz University of
Applied Sciences, her graphic work focuses on experimental typography
and design theory from a feminist perspective. The publication stands
for an attitude and is a reaction to the established rules of typography
that strictly dictate its use. »stet« stands for conscious rule breaking
and the self-confidence, not to make corrections, but develop one's own
position on type setting and type design.
The first issue of »stet«, released as part of the exhibition (Jan. 21 -
Feb. 8, 2023) at Synnika, uses feminist concepts to expose patriarchal
structures in typography. The newspaper aims to resist these very
structures in content as well as form, to expose blind spots in the
narrative of a Eurocentric, male typographic history, and to establish a
new, contemporary aesthetic. »stet« brings together a dense collection
of alternative perspectives on the history of typography and the
achievements of women in the field, which Katharina Koch places in a
practical context through her graphic works. Koch contrasts the rigid
rules of male luminaries of typography with an attitude in design that
welcomes rule-breaking and thus aligns itself with critical feminist
positions of modernism.
In the 20th century, female and queer designers already tested the
limits of typesetting. In 1937, for example, the feminist collective
»The Committee« used type as a form of expression and as means of
revolt, to criticize the existing structures of their industry. With a
great deal of humor, they released the resistant potential of type. How
can the rules of typography be countered today? How can feminist and
queer theories by Audre Lorde, Jack Halberstam and Sara Ahmed be adapted
for deliberate rule-breaking in typography - and how could that look
like? Examples in the practice of graphic design show, how »Feminist
Killjoy«, »Gender Failure«, »Intersectional Tools«, »Undisciplined« and
»Low Theory« already present current methods and modes, used by
designers to create new visual narratives. They oppose the high-gloss
aesthetics of graphic design with the beauty of a chaotic reality and
thus establish a more feminist practice.
Concept & Organization: Katharina Koch and Synnika e.V.
Information on accessibility:
Synnika is located in a salesroom on the groundfloor of NIKA.Haus. The
entrance has a 20 cm high step. A mobile ramp is available.
Unfortunately, the toilet is not accessible. We're happy to answer your
questions. Please call us on +49 156 783 939 73.
Katharina Koch: »stet - on patriarchy and typography«
Vernissage: 20. Januar 2023, 20:00
Laufzeit: bis 08. Februar 2023
»stet« ist lateinisch und bedeutet in der Korrektursprache des
Schriftsatzes soviel wie »let it stand«. Wenn dieser Ausdruck am Rand
einer korrigierten Textseite zu finden ist, bedeutet dies, dass
vorherige Änderungen und Verbesserungen ignoriert werden können.
Korrektor:innen und Schriftsetzer:innen verwenden »stet« beispielsweise,
wenn ein Wort, das zuvor durchgestrichen wurde, nun doch stehen bleiben
soll.
Der Fokus der Ausstellung »stet - on patriarchy and typography« im
Synnika liegt auf der gleichnamigen Zeitung der selbstständigen
Grafikdesignerin Katharina Koch aus Frankfurt am Main. An der Hochschule
Mainz ausgebildet, legt sie in ihrer grafischen Arbeit einen Schwerpunkt
auf experimentelle Typografie und Designtheorie aus einer feministischen
Perspektive. Die Publikation steht für eine Haltung und ist eine
Reaktion auf die etablierten Regelwerke der Typografie, die den Umgang
mit Schrift strikt vorgeben. »stet« steht für den bewussten Regelbruch
und das Selbstbewusstsein, Korrekturen nicht vorzunehmen, sondern eine
eigene Position zur Schriftsetzung und -gestaltung zu entwickeln.
Die erste Ausgabe von »stet«, deren Release im Rahmen der Ausstellung
(21.1. - 8.2.2023) im Synnika stattfindet, zeigt mithilfe von
feministischen Konzepten die patriarchalen Strukturen in der Typografie
auf. Mit dem Ziel, sich eben diesen in Inhalt und Form zu widersetzen,
die blinden Flecken der Erzählung einer eurozentrischen, männlichen
Typografie-Geschichte offenzulegen und eine neue, zeitgemäße Ästhetik
zu begründen, vereint »stet« eine dichte Sammlung an alternativen
Perspektiven auf die Geschichte der Typografie, die Katharina Koch durch
grafische Arbeiten in einen praktischen Kontext setzt. Den rigiden
Regeln männlicher Koryphäen der Typografie stellt Koch eine
gestalterische Haltung gegenüber, die den Regelbruch begrüßt und sich
damit kritisch-feministischen Positionen der Moderne anschließt.
Gestalter:innen haben bereits im 20. Jahrhundert die Grenzen der
Schriftsetzung ausgetestet. An einer inhaltlichen Kritik an bestehenden
Strukturen ihrer Branche ansetzend, nutzte etwa das feministische
Kollektiv »The Committee«, Schrift schon 1937 als Ausdrucks- form und
Mittel der Revolte und setzte mit viel Humor die widerständigen
Potenziale von Schrift frei. Wie kann den Regelwerken der Typografie
heute begegnet werden? Wie können feministische und queere Theorien von
Audre Lorde, Jack Halberstam und Sara Ahmed für den bewussten
Regelbruch in der Typografie adaptiert werden - und wie sieht das dann
aus? Beispiele aus der Praxis des Grafikdesigns zeigen, wie »Feminist
Killjoy«, »Gender Failure«, »Intersectional Tools«, »Undisciplined« und
»Low Theory« bereits aktuelle Methoden von Gestalter:innen darstellen,
um neue, visuelle Welten zu erschaffen. Sie setzen der glattgebügelten
Ästhetik des Grafikdesigns, die Schönheit der chaotischen Realität
entgegen und begründen so eine feministischere Praxis des
Grafikdesigns.
Konzeption & Organisation: Katharina Koch & Synnika e.V.
Barriereinfos:
Synnika befindet sich in einem Ladenlokal im Erdgeschoss des
Hausprojekts NIKA.Haus. Der Eingang hat eine ca. 20 cm hohe Stufe. Es
steht eine mobile Rampe zur Verfügung. Die Toilette im Synnika ist
leider nicht barrierefrei. Bei Fragen helfen wir gerne weiter. Ihr
erreicht uns unter +49 156 783 939 73.
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www.synnika.space [1]
Synnika e.V.
Niddastraße 57
60329 Frankfurt am Main
Tel: +49 156 783 939 73
Email: hello(a)synnika.space
Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Links:
------
[1] http://www.synnika.space
Herzliche Einladung zu
CINEPELZE [1]
im Filmtheater Harmonie [2]
am 29.11., um 20:30.
Ein Filmabend zu Pelze Multimedia mit Roswitha Baumeister, Mahide Lein &
Kat Voss.
Pelze Multimedia war ein lesbisch-feministischer Aktionsraum, ein Ort
der Begegnung, ein Raum für die weiblichen Künste, ein Projekt der
autonomen Frauenbewegung, und, wie es die Beteiligten formulierten, eine
Provokation. Von 1981 bis 1996 trafen sich in dem ehemaligen
Pelzgeschäft in Berlin-Schöneberg Ladies Only!, um sich künstlerisch,
sexuell und politisch auszuprobieren. Ob Ausstellung oder Kostümball,
Performance oder Protestaktion - hier wurde inszeniert, gefeiert und
debattiert…
Im Rahmen von CINEPELZE wird Pelze Multimedia als Kino, Film-Setting und
Gegenstand eines Dokumentarfilms präsentiert. Gezeigt werden Filme, die
zwischen 1981 und 1996 von und mit Ladies im Pelze produziert wurden und
einen Eindruck von der Atmosphäre des Szene-Orts vermitteln. Die
Dokumentation Subjekträume - eine lesbische Produktionskapsel. Pelze
Multimedia Westberlin 1981- 1996 (2020, 28 min) von Katharina Voß (kurz:
Kat Voss) und Janin Afken gibt mittels Interviews und Archivmaterial
Einblicke in Ereignisse, Dynamiken und Personen, die den Pelze-Laden im
Verlauf seiner fünfzehnjährigen Existenz prägten.
Roswitha Baumeister, Mahide Lein und Kat Voss sind bei der
Filmvorführung anwesend und sprechen mit Karola Gramann und Sarah
Happersberger über Pelze Multimedia, ihre filmische Arbeit und
queer-feministisches Filmschaffen.
Im Rahmen von Schamlos & Harmlos - Die Reihe für Queer-, Sex- &
Subkultur
im Filmtheater Harmonie
Dreieichstraße 54
60594 Frankfurt am Main
Tickets können hier reserviert werden. [3]
Konzeption & Organisation:
Sarah Happersberger in Zusammenarbeit mit Roswitha Baumeister und
Synnika
In Kooperation mit:
Bildwechsel [4] & Kinothek Asta Nielsen e.V. [5]
Mit Unterstützung von:
Hessische Kulturstiftung, Frankfurter Stiftung Maecenia, Frauenreferat
der Stadt Frankfurt
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Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Links:
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[1]
https://synnika.space/events/cinepelze-ein-filmabend-zu-pelze-multimedia-im…
[2]
https://www.arthouse-kinos.de/filme/cinepelze-ein-filmabend-zu-pelze-multim…
[3]
https://www.kinoheld.de/kino-frankfurt-am-main/harmonie-theater-frankfurt?m…
[4] https://www.bildwechsel.org/info/index.html
[5] https://kinothek-asta-nielsen.de/programm.html
[6] http://www.synnika.space
Sehr geehrte Vertreter*innen der Presse,
Synnika, der experimentelle Raum für Praxis und Theorie im Frankfurter
Bahnhofsviertel, freut sich das Projekt PELZE in Zusammenarbeit mit der
Kunsthistorikerin Sarah Happersberger und der Künstlerin Roswitha
Baumeister zu eröffnen. Mit der Pressemitteilung im Anhang dieser Email
möchten wir Sie auf die Eröffnung am 1. Oktober aufmerksam machen sowie
auf das ausführliche Diskussionsprogramm in den darauf folgenden Tagen.
Auftakt wird eine großformatige Lichtinstallation der Künstlerin
Roswitha Baumeister sein. Sie wird handgefertigte Scherenschnitte auf
die umliegenden Gebäudefassaden werfen, projiziert aus den Fenstern im
NIKA.haus, dem Gebäude in dem sich das Synnika befindet. Damit wird auch
die für Frankfurt am Main so wichtige Raumfrage aufgeworfen, die im
Synnika seit Eröffnung des Projektraums im Jahr 2019 immer wieder
thematisiert wird. Danach gibt es Musik und Cocktails von der
Fransenbar.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Melanie Schreiber, +49 156 783 939 73
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Synnika e.V.
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Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Leider muss der Eröffnungstermin kurzfristig um eine Woche auf den
20.07. verschoben werden. Bitte entschuldigen Sie etwaige
Unannehmlichkeiten.
Herzliche Einladung zu
"The Cave of the Silken Web"
Eine Ausstellung von Qianyang Zuo aus Guangzhou (CHN) im Synnika
(13.7.-16.09.)
Eröffnung am 20. Juli 2022 um 20 Uhr.
Die Ausstellung The Cave oft he Silken Web von Qianyang Zuo ist Teil des
transnationalen seriellen Projekts ESCAPING INVOLUTION, einer
Zusammenarbeit zwischen dem Huangbian Station Contemporary Art Research
Center (HBS) des Times Museum (Guangzhou) und Synnika, Frankfurt am
Main.
Synnika wird zu Qianyang Zuos Pan Si Dong (Pansi Cave/Cave of the Silken
Web) - mit diesem Titel bezieht sie sich auf ihren Atelierraum in
Xiaozhou, Guangzhou sowie
auf ihren WeChat-Blog (盤絲洞TheCaveOfSpiderWitches). Er bezieht sich auch
auf eine Szene aus der chinesischen Mythologie, die in dem Roman von Wu
Cheng'en „Die Reise nach Westen“ aus dem 16. Jahrhundert auftaucht. In
dieser Erzählung ist Pan Si Dong eine Höhle, die von einer Gruppe
weiblicher Dämonen bewohnt wird. Für Qianyang Zuo ist diese Höhle ein
Ort des täglichen Lebens. Sie ist auch ein Ort des emotionalen
Austauschs mit Schwestern und Freunden. In der Höhle gibt es ein Bett
für Besucher. Viele, die hier gelebt haben, hinterließen ein Feedback
in freier Form: Malerei, Skulptur, Graffiti, Text. Qianyang Zuo wird ihr
Pan Si Dong als visuelle Installation bei Synnika rekonstruieren. Sie
umfasst persönliche Erfahrungen aus ihrem eigenen familiären
Hintergrund sowie analytische Beobachtungen anderer Mutter-
Tochter-Beziehungen und die verschiedenen Formen von Herrschaft, die
sich in den traditionellen und modernen Schriftzeichen der chinesischen
Sprache verbergen.
ESCAPING INVOLUTION, ist eine transnationale Kooperation von
Künstler*innen, Kurator*innen und Schriftsteller*innen aus Guangzhou
und Frankfurt am Main, das durch verschiedene Interventionen und
Eröffnungen in beiden Städten umgesetzt wird. „Involution“ ist eine
Übersetzung des chinesischen Wortes 内卷, Neijuan. Der Begriff
verbreitete sich in den chinesischen Sozialen Medien im April 2020. Er
beschreibt ein soziales Umfeld, das sowohl stagniert als auch rastlos
geschäftig ist. Neijuan ist das Gefühl, immer schneller laufen zu
müssen, nur um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Es bedeutet endlose
Überstunden und späte Abende hinter Bürotischen. Neijuan bedeutet
zurückgeworfen zu sein auf überwältigende Konkurrenz in Schulen,
Universitäten, Fabriken oder auf dem Heiratsmarkt. Neijuan steht auch
für den sozialen Druck ein Haus zu kaufen und auf der Immobilienleiter
aufzusteigen, während die Immobilienpreise viel schneller steigen als
die Löhne. Neijuan bedeutet auch, dass Eltern ihre Freizeit damit
verbringen, ihr vierjähriges Kind zu privaten Nachhilfestunden für
Ballett, Tischmanieren, Klavier, Ölmalerei, Karate, Lego usw. zu
bringen. Neijuan bedeutet die Hoffnung verloren zu haben, die
Gesellschaft zum Wohle aller verändern zu können. Das Wort 内卷 Neijuan
setzt sich aus den Schriftzeichen für „innen“ und „rollen“ oder
„einrollen“ zusammen und wird intuitiv als so etwas wie „sich nach innen
wenden“ verstanden - „Involution“ meint das Gegenteil von Evolution, und
es macht Sinn, darin mehr zu sehen als nur ein kurioses chinesisches
Phänomen. Johannes Agnoli verwendete den Begriff der Involution, um die
„Rückbildung demokratischer Staaten, Parteien, Theorien in vor- oder
antidemokratische Formen“ zu beschreiben. Ist Involution eine globale
Entwicklung in einer Welt der Stagnation und des Erstarkens
reaktionärer Tendenzen? Auf der Suche nach individuellen,
kollaborativen und kollektiven Maßnahmen wirft das Projekt Licht auf
zwei weit entfernte Städte, auf die Beiträge von Yifei Chen und
Feihong Ou, Xiaotian Li, Christoph Plutte, Qiangyang Zuo, Naomi Rado,
Tetsuro Pecoraro, Jeronimo Voss, Vanessa Opoku und Philisha Kay, Martin
Stiehl und ihre Interventionen in Guangzhou und Frankfurt/Main.
ESCAPING INVOLUTION wird gefördert u.a. durch den Visual Art Project
Fund des Goethe-Instituts, das Hessische Ministerium für Wissenschaft
und Kunst und das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.
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Opening times: Fridays 3-7 pm and after prior appointment.
Öffnungszeiten: Freitags 15:00-19:00 und nach Terminvereinbarung.
Herzliche Einladung zu
"The Cave of the Silken Web"
Eine Ausstellung von Qianyang Zuo aus Guangzhou (CHN) im Synnika
(13.7.-16.09.)
Eröffnung am 13. Juli 2022 um 20 Uhr.
Die Ausstellung The Cave oft he Silken Web von Qianyang Zuo ist Teil des
transnationalen seriellen Projekts ESCAPING INVOLUTION, einer
Zusammenarbeit zwischen dem Huangbian Station Contemporary Art Research
Center (HBS) des Times Museum (Guangzhou) und Synnika, Frankfurt am
Main.
Synnika wird zu Qianyang Zuos Pan Si Dong (Pansi Cave/Cave of the Silken
Web) - mit diesem Titel bezieht sie sich auf ihren Atelierraum im Dorf
Xiaozhou in Guangzhou sowie
auf ihren WeChat-Blog (盤絲洞TheCaveOfSpiderWitches). Er bezieht sich auch
auf eine Szene aus der chinesischen Mythologie, die in dem Roman von Wu
Cheng'en aus „Die
Reise in den Westen“ aus dem 16. Jahrhundert auftaucht. In dieser
Erzählung ist die Pan Si Dong eine Höhle, die von einer Gruppe
weiblicher Dämonen bewohnt wird. Für den Besitzer der Höhle, Qianyang
Zuo, ist sie ein Ort des täglichen Lebens. Sie ist auch ein Ort des
emotionalen Austauschs mit Schwestern und Freunden. In der Höhle gibt
es ein Bett für Besucher. Viele, die hier gelebt haben, haben ein
Feedback in freier Form hinterlassen: Malerei, Skulptur, Graffiti, Text.
Qianyang Zuo wird ihr Pan Si Dong in einer visuellen Installation bei
Synnika rekonstruieren. Sie umfasst persönliche Erfahrungen aus ihrem
eigenen familiären Hintergrund sowie analytische Beobachtungen anderer
Mutter- Tochter-Beziehungen und die verschiedenen Formen von Herrschaft,
die sich in den traditionellen und modernen Schriftzeichen der
chinesischen Sprache verbergen.
ESCAPING INVOLUTION, ist eine transnationale Kooperation von
Künstler*innen, Kurator*innen und Schriftsteller*innen aus Guangzhou
und Frankfurt am Main, das durch verschiedene Interventionen und
Eröffnungen in beiden Städten umgesetzt wird. „Involution“ ist eine
Übersetzung des chinesischen Wortes 内卷, Neijuan. Der Begriff
verbreitete sich in den chinesischen Sozialen Medien im April 2020. Er
beschreibt ein soziales Umfeld, das sowohl stagniert als auch rastlos
geschäftig ist. Neijuan ist das Gefühl, immer schneller laufen zu
müssen, nur um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Es bedeutet endlose
Überstunden und späte Abende hinter Bürotischen. Neijuan bedeutet
zurückgeworfen zu sein auf überwältigende Konkurrenz in Schulen,
Universitäten, Fabriken oder auf dem Heiratsmarkt. Neijuan steht auch
für den sozialen Druck ein Haus zu kaufen und auf der Immobilienleiter
aufzusteigen, während die Immobilienpreise viel schneller steigen als
die Löhne. Neijuan bedeutet auch, dass Eltern ihre Freizeit damit
verbringen, ihr vierjähriges Kind zu privaten Nachhilfestunden für
Ballett, Tischmanieren, Klavier, Ölmalerei, Karate, Lego usw. zu
bringen. Neijuan bedeutet die Hoffnung verloren zu haben, die
Gesellschaft zum Wohle aller verändern zu können. Das Wort 内卷 Neijuan
setzt sich aus den Schriftzeichen für „innen“ und „rollen“ oder
„einrollen“ zusammen und wird intuitiv als so etwas wie „sich nach innen
wenden“ verstanden - „Involution“ meint das Gegenteil von Evolution, und
es macht Sinn, darin mehr zu sehen als nur ein kurioses chinesisches
Phänomen. Johannes Agnoli verwendete den Begriff der Involution, um die
„Rückbildung demokratischer Staaten, Parteien, Theorien in vor- oder
antidemokratische Formen“ zu beschreiben. Ist Involution eine globale
Entwicklung in einer Welt der Stagnation und des Erstarkens
reaktionärer Tendenzen? Auf der Suche nach individuellen,
kollaborativen und kollektiven Maßnahmen wirft das Projekt Licht auf
zwei weit entfernte Städte, auf die Beiträge von Yifei Chen und
Feihong Ou, Xiaotian Li, Christoph Plutte, Qiangyang Zuo, Naomi Rado,
Tetsuro Pecoraro, Jeronimo Voss, Vanessa Opoku und Philisha Kay, Martin
Stiehl und ihre Interventionen in Guangzhou und Frankfurt/Main.
ESCAPING INVOLUTION wird gefördert u.a. durch den Visual Art Project
Fund des Goethe-Instituts, das Hessische Ministerium für Wissenschaft
und Kunst und das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.
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